Gesangsunterricht

Normalerweise umfasst mein Unterricht vier Teile:

1. Gehörbildung - Wer “nicht gut singen” kann, kann in der Regel nur nicht gut hören, denn Singen ist im Prinzip Sprechen auf Tönen. Deshalb ist es wichtig, das Gehör so zu schulen, dass wir uns beim eigentlichen Singen nicht mehr so sehr auf Töne konzentrieren müssen.

2. Rhythmustraining - Wer rhythmische Musik machen möchte, muss selbst Groove entwickeln. Alle guten Sänger haben auch ein sehr gutes Rhythmusgefühl, wobei es je nach Musikstil unterschiedliche Eigenheiten gibt. Dieses Rhythmusgefühl muss so in Fleisch und Blut übergehen, dass es beim Singen automatisch einfließt.

3. Stimmbildung - Was ist überhaupt Stimme? Wie entsteht ein Ton, und wie wird er verstärkt? Welche musikalisch sinnvollen Klänge kann meine Stimme gesund hervorbringen? Mir geht es hier darum, einerseits überhaupt die eigene Stimme zu finden und andererseits die Palette der möglichen Klänge möglichst breit zu halten.

4. Interpretation - Was haben sich einerseits Komponist und Texter des Stücks gedacht? Und was möchte andererseits ich selbst mit diesem Stück sagen? Während die ersten drei Punkte irgendwann von selbst berücksichtigt werden sollten, ist es bei der Interpretation wichtig, in jedem Moment des Singens Kontakt zu unserem Inneren zu haben. Dieser „Seelenstriptease“ ist erlernbar und führt dazu, dass wir unsere Zuhörer berühren.

Das ist aber natürlich noch nicht alles. Ein paar Theoriekenntnisse sind sicher ebenso hilfreich wie Kenntnisse in Technik, Auftrittsvorbereitung, Kommunikation mit anderen Musikern und rechtliche Fragen. Ich durfte über viele Jahre reichlich Erfahrung sammeln und gebe gerne alles weiter, was irgendwie helfen kann.

Nur man darf nicht träge sein und darf nicht ruhn, denn Genießen war noch nie ein leichtes Spiel! (Konstantin Wecker)